• Interview mit Yves Luther von Technoskop.de

    am 27.06.2007 von Christian Boris Schmidt in Interviews

    Mit Technoskop.de sieht sich Yves Luther anderen Gagdetblogs gegenüber mindestens ein Jahr voraus. Als Nominierten beim "Passionate Commerce Award" haben wir den Autor und Betreiber des Gadget-Weblogs zur Entstehung und Weiterentwicklung von Technoskop.de sowie seine Begeisterung für ausgefallene, technische Produkte befragt.

    Yves LutherWas hat Sie bewegt Ihr Weblog über Produkte zu starten?

    Technoskop erblickte das Licht der deutschen Blogosphäre am 04.08.2004 mit einem Beitrag über das Sendo X Smartphone. Damals war Technoskop noch eine Rubrik innerhalb des Corporate Blogs unserer Crossmedia Agentur. Über Gagdets habe ich damals angefangen zu bloggen, weil viele unserer Agenturkunden eine hohe Affinität zu Smartphones, iPods, PDAs, Digitalkameras, Notebooks und anderen Gizmos hatten.

    Am 05.06.2006 erfolgte dann die Zellteilung und Technoskop 1.0 wurde eigenständig. Mit der Eigenständigkeit stieg auch die Relevanz, Zeitschriften wie die c't und Impulse entdeckten Technoskop und natürlich viele Geeks sowie die Industrie (LG, NG Netcom, Sonos, Nintendo, Gillette) mit freundlichen Leihstellungen.

    Welches ausgefallene Produkt haben Sie sich zuletzt selbst gekauft?

    Das war ein BlackBerry 8800 von RIM, mein erster BlackBerry und mein x-stes Smartphone.

    Was motiviert Sie regelmäßig über Produkte zu schreiben?

    Die deutsche Gadget-Blogosphäre ist ja mittlerweile etwas gewachsen, aber es gibt immer noch Lücken die nicht oder nicht gut gefüllt werden. Diese Lücken zu füllen motiviert mich über Gadgets zu schreiben. So gibt es...
    - zu wenig gut und witzig geschrieben Beiträge
    - zu wenig eigene Erfahrungsberichte, dafür aber zusammenkopierten Blödsinn
    - zu wenig haptische Vergleiche von Gagdets (wie groß und schwer ist das, wie fühlt es sich an, wie ist die Farbe etc.)
    - zu viel Mainstream, was an den etwas einseitigen Quellen der Gadget-Kollegen liegt

    Und natürlich faszienieren mich persönlich Produkte, die innovativ, gut gestaltet und unterhaltsam sind. Entsprechend sieht meine Gadget-Sammlung aus: PS2, PS3, PSP, Nintendo Wii, Apple MacBook Pro und iPod nano, BlackBerry 8800, Treo 680, Tivoli iPal, Siemens S370, ein grüner Laser uvm.

    Welches Produkt bzw. Gadget sollte noch erfunden werden?

    Ich würde mir gern größere Entwicklungssprünge bei Gadgets wünschen. Derzeit habe ich den Eindruck, dass die Auflösungen bei Digitalkameras, Prozessorleistung bei Computern und Übertragungsraten bei Mobiltelefonen immer nur in homöopatischen Dosen erhöht werden, um die Konsumenten abzuschröpfen. Löbliche Ausnahmen sind Gadgets, die einen wirklichen
    Quantensprung bedeuten, wie zum Beispiel das iPhone von Apple. Ein Subnotebook von Apple wäre auch nicht schlecht. Oder ein Sonos Digital Music System mit Surround Sound und Funkboxen. Oder ein PS3 Controller mit Rumble-Funktion. 3D-Displays, Holodecks, Transporter, der Warp Antrieb... aber jetzt geht mit mir die Phantasie durch.

    Wie geht es weiter mit Ihrem Weblog?

    Technoskop 2.0 hat gerade ein großes Redesign erfahren. Voll im Web 2.0 Trend erscheint Technoskop 2.0 im HD-Look und ist gespickt mit Ajax-Elementen und -Animationen. Technoskop ist mittlerweile selbst zum Gadget geworden und allen mir bekannten Weblogs (auch international) mindestens ein Jahr voraus. Von daher versuche ich mehr inhaltlich zu arbeiten, meine Blogfrequenz stetiger und höher zu machen. Darüber hinaus werde ich versuchen die erfolgreichen Beiträge ausfindig zu machen, um mehr in diese Richtung zu schreiben.

    Vielen Dank für das Interview!

10 Reaktionen

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  • Volker Schächtele
    Kommentar vom 27.06.2007 11:25

    In Technoskop steckt Herzblut und Know-how, liebenswerter Unsinn und begehrenswerter Schnickschnack, harte Fakten und hehre Visionen. weiter so!

  • Kai
    Kommentar vom 27.06.2007 12:03

    "Technoskop ist mittlerweile selbst zum Gadget geworden und allen mir bekannten Weblogs (auch international) mindestens ein Jahr voraus."

    Zu soviel Selbstbewußtsein muss man erstmal kommen. Apropos kommen: bei mir kommen gar keine Inhalte, wenn ich auf einen der Beiträge auf technoskop klicke (Windows, Firefox 2).

  • Klaus M. Luther
    Kommentar vom 27.06.2007 13:24

    Wenn ich nicht wüsste, dass passion die wichtigste Voraussetzung für das Glücklichsein im Leben ist, hätte ich meinem Sohn Yves schon lange geraten, weniger passion in Technoskop und mehr Energie ins Geldverdienen zu investieren. Aber vielleicht entwickelt sich ja auch Letzteres aus Ersterem.

  • Yves Luther
    Kommentar vom 27.06.2007 13:51

    @Kai: Ups, das tut mir leid. Also das mit den fehlenden Inhalten, nicht mit dem Selbstbewusstsein;-) Doch nun zur Fehleranalyse. Bei mir läuft Technoskop unter (anzunehmenden) identischen Bedingungen einwandfrei:

    http://technoskop.de/_img/2007/technoskop-mit-ff-20-unter-xp.jpg

    Gehst du über einen Proxy ins Internet? Denn auch unser Proxy mag die Ajax-Aufrufe von Technoskop (in der zweiten und dritten Spalte) nicht durchlassen. Ich musste in den Netzwerkeinstellungen Technoskop explizit von der Nutzung des Proxys ausnehmen und dann ging es. Dieser Ajax-Eigenart steht noch auf meiner Agenda. Siehst du denn etwas, wenn du diesen Link (führt auf die statische Version) aufrufst?

    http://technoskop.de/gadget/2007/telefonieren/iphone-review/

    Danke für den Hinweis,
    Yves Luther

  • Kai
    Kommentar vom 27.06.2007 15:27

    Ja, ich gehe über einen Proxy, wie wohl recht viel Internetnutzer. Mal im Ernst: wie kann man so prahlerisch daher kommen, und dann eine Seite haben, die überhaupt nicht funktioniert?

  • Ecato. Christian Boris Schmidt
    Kommentar vom 27.06.2007 19:58

    Na ja, funktioniert überhaupt nicht wäre vielleicht etwas zu übertrieben. Es scheint aber in der Tat teilweise Probleme durch den konsequenten Einsatz innovativer Techniken zu geben. Das kann aber auch mit der Unfähigkeit mancher Software zusammenhängen. Unter dem Strich kann es jedoch frustrierend für den Nutzer sein, was es so oder so nicht sein sollte. Aber der Yves Luther bemüht sich ja überall wo konstruktive Kritik entsteht, darauf einzugehen und Fehler zu beheben. Das finde ich ebenso lobenswert, wie die gewagte Umsetzung.

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  • Yves Luther
    Kommentar vom 27.06.2007 22:20

    @Kai: So Problem ist gefixt. Jetzt sollte es auch bei dir klappen. Wenn dich die Lösung interessiert einfach eine Mail schicken.

    @Christian: Danke für den Zuspruch. Ich glaube auch ihr als Geschäftsführer folgt dem Star Trek Motto 'To boldly go where no one has gone before.' Wir sind nur da wo wir sind, weil wir Grenzen ausloten und Risiken eingehen. Klar müssen wir für Kundenprojekte defensiver und mit mehr Fallschirmen entwickeln, aber für eigene Projekte möchte ich mich nicht bremsen und richtig Gas geben. Und konstruktive Kritik ist wirklich ein Ansporn, Fehler zu beheben. Auch in Zeiten wo Betaphasen zum guten Ton gehören ;-)

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